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Arbeitsgruppe 1: Effizientes Schrottrecycling

Ausgangslage:

Stahl hat hohe Relevanz in der Schweizer Industrie: Pro Kopf werden jährlich 380 kg Stahl verbaut und rund 180 kg rezykliert; letzteres, total 1.4 Mio. Tonnen Schrott jährlich, wird in einem ähnlichen Umfang in den beiden Stahlwerken in der Schweiz eingeschmolzen. Stahl zählt aus ökonomischen und ökologischen Gründen zu den relevanten Materialgruppen.

Schrott ist ein wertvoller Rohstoff für die Metallindustrie, vor allem weil der notwendige Energiebedarf beim Recycling rund 3-4x geringer ist als bei Neustahl. Durch die weite Verbreitung von Stahlwerkstoffen hat ein ressourceneffizientes Recycling eine hohe Bedeutung.

Stahlrecycling ist nicht «gratis»: Recycling ist mit Aufwand verbunden – Recycling ist deshalb nicht gratis zu haben. Interessant wird Recycling, wenn Wertstoffe in grösserer Menge und definierter Qualität, d.h. metallurgische Zusammensetzung und Varianz, vorliegen.

Es stellt sich deshalb die Frage, wie das Recycling von Stahl in der Schweiz unter ökonomischen und ökologischen Aspekten weiter optimiert werden kann.

Problemstellung:

Vermischungen und fehlende Informationen zur metallugrischen Zusammensetzung: Rund 50% vom CH-Schrott ist Sammelschrott; 25% kommen aus dem Abbruch und Rückbau von Hoch- und Tiefbauten und knapp 20% ist Neuschrott aus der industriellen Produktion.

Vielfach liegt der Schrott vermischt vor oder es fehlen Angaben zur metallurgischen Zusammensetzung. Es stellt sich deshalb die Frage, wie die Qualität des Schrotts insgesamt erhöht werden kann.

Optimierung der Schrott-Wertschöpfungsketten: Wer könnte was liefern und wer gewinnt wieviel? Eine klassische Frage, wenn es um eine engere Zusammenarbeit geht. Dies müsste zwingend bei einem optimierten Schrottrecycling mit den Beteiligten, also mit Metall-verarbeitenden Betrieben, Schrotthändlern und Stahlwerk diskutiert werden.

Drei zentrale Fragen: Was ist technisch möglich und notwendig, um den Schrott im notwendigen Reinheitsgrad und den geforderten Mengen bereitzustellen?

Welcher Mehrwert kann insgesamt durch besseren Schrott generiert werden?

Wie sollte der «Shared Value» entlang der Wertschöpfungskette verteilt werden? Wie sieht ein ökonomisch tragfähiges Kooperationsmodell aus?

Vorgehen:

Arbeitsgruppe initiieren: Bis Ende 2018 werden gezielt Firmen und Organisationen entlang der Schrottrecyclingkette in der Schweiz für eine Mitarbeit angefragt.

Bedürfnisse und Bereitschaft klären: Welche Themen sind von hoher Relevanz für die Beteiligten? Wo müsste man innovativ einen Schritt weiter kommen? Wo gibt es ökonomisches Potential? Gibt es einen Bedarf für gemeinsame Projekte?

Zusätzlicher Support: Bei Bedarf sollen kollaborative Projekte initiiert werden. Zudem werden Ämter (z.B. BAFU, BFE, …) für eine Mitarbeit motiviert.

Ansprechpersonen:

 


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